Katherina Helle verabschiedet / Dank für großes Engagement

Nach dem 24. Februar 2022 galt es, an unserer Schule eine VKL-Klasse einzurichten und eine entsprechende Lehrkraft zu finden. Katherina Helle kannte das Gefühl, in der Fremde anzukommen, eine neue Sprache lernen zu müssen und sich eine neue Existenz aufzubauen, aus eigener Erfahrung. Sie zögerte nicht, sofort Verantwortung zu übernehmen und den Kindern und Jugendlichen in der VKL einen sicheren Hafen zu bieten.

Während das Klassenzimmer im Laufe der Jahre mehrfach wechselte, blieb ihr unerschöpflicher Fundus an kreativen Ideen stets beständig. Unvergessen bleibt, wie sie den Unterricht kurzerhand in die Stadtbibliothek verlegte, um die Lesekompetenz der Kinder spielerisch zu steigern. Auch der von ihr initiierte Elternabend im innovativen Speed-Dating-Format erwies sich als voller Erfolg.

Für Katherina Helle war es von jeher selbstverständlich, dass die Eltern eine Schlüsselrolle für den Bildungserfolg ihrer Kinder spielen. Konsequent bezog sie die Familien mit ein und bot auch für die Eltern wertvolle Weiterbildungen an.

Als Zeichen des Dankes für die gemeinsame Zeit überreichte ihr die VKL-Klasse eine selbstgestaltete Rosenkette. Die Rosen symbolisieren dabei, wie Katherina Helle die Kinder hat wachsen und erblühen lassen – jedes Kind ganz individuell mit seinen ganz eigenen Fähigkeiten. Die Dornen stehen für den Weg, der nicht immer leicht war und auf dem so manche Hürde überwunden werden musste. Die Kette wiederum versinnbildlicht die feste Gemeinschaft, die unter der Leitung von Katherina Helle zusammengewachsen ist und sich gegenseitig Halt und Stütze gibt.

Das Eugen-Bolz-Gymnasium dankt Katherina Helle von ganzem Herzen für vier Jahre unermüdlichen Einsatz. Für ihre zukünftige Arbeit wünschen wir ihr weiterhin von Herzen viel Freude. Ihre nächsten Schülerinnen und Schüler können sich glücklich schätzen, sie an ihrer Seite zu wissen.

Text: Sabine Bohnet

Hans Bauer ist im Juni 2026 gestorben. Von 2005 bis zum Eintritt in den Ruhestand 2011 war er als bibliothekarischer Angestellter maßgeblich am Aufbau und an der Gestaltung der Mediothek beteiligt. Auch danach war er die „gute Seele“ der Mediothek und beinahe täglich vor Ort. Im Scherz meinte er, er werde auch noch seinen 80. Geburtstag bei uns feiern. Dieser Wunsch ging leider nicht in Erfüllung. Die Schulgemeinschaft des EBG vermisst ihn und wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Text und Bild: Michael Mohr





Für viele, die am Freitagabend bei der Finissage des Altbaus am Eugen-Bolz-Gymnasiums vorbeischauten, war es eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit. An allen Enden sprudelten die Geschichten aus der Vergangenheit in die Höhe, die längst vergessenen Erzählungen aus der eigenen Schulzeit, die Augenblicke, die man gerne eingerahmt hätte. Alles befeuert durch die Tatsache, dass dieser Ort auf diese Weise nur noch wenige Wochen sicht- und erfahrbar ist. Orte und Räume memorieren offensichtlich in bezauberndem Gewand die tief verwobenen Erinnerungen der Vergangenheit. Rund 700 – 800 schlenderten an diesem lauen Sommerabend verteilt über sieben Stunden über das EBG-Gelände, nahmen noch einmal an Sonderführungen in die obersten Stockwerke des Altbaus oder zu später Stunde in den Bunker teil, machten Fotos in den alten Klassenzimmern ihrer Jugend und Kindheit, verewigten sich an den Wänden oder nahmen sich ein Stückchen Altbau für die Ewigkeit. Bewirtet von der aktuellen Kursstufe und musikalisch begleitet von Jonathan Noll (Klasse 11) und Theo Stehr (Neu-Alumni) entstanden am Ende auf dem Schulhof, im Partykeller, im Nostalgiezimmer in A17, der Lounge in A16 oder in den Gängen eine Vielzahl entspannter Gespräche an einem besonderen Abend, der kurz nach Mitternacht an einem von Graffiti bemalten Altbau endete. Organisiert wurde die Veranstaltung von Timo Vogt, schulischerseits Hauptverantwortlicher für den Neubau, H. P. Müller-Angstenberger (Alumni-Beauftragter) sowie der Kursstufe 1 und dem Digitalteam.

Text und Fotos: Hans Peter Müller-Angstenberger

Eine Ära geht zu Ende: Der Altbau fällt. In dieser Woche endet der Unterricht im Altbau, der über 60 Jahre dem Eugen-Bolz-Gymnasium Heimat bot und Generationen von Schüler- und Lehrer*innen ein treuer Begleiter war. Viele verbinden erlebnisreiche Augenblicke und Begegnungen mit diesem Teil des EBGs. Am kommenden Freitag, den 10. Juli verabschieden wir leger und ungezwungen den „Altbau“. Hierzu sind alle Alumni der Schule – ehemalige Schüler, Lehrer und Eltern und alle, die sich dem EBG und diesem Altbau verbunden – fühlen, herzlich eingeladen; besonders natürlich auch alle aus der unmittelbaren Nachbarschaft des EBGs, die Tag ein Tag aus mit dieser Schule leben. Auf dem Schulhof singen wir bei Musik & Karaoke, im Keller des Altbaus wird getanzt, auf der Ebene des Eingangs bietet sich bei leichter Lounge-Musik die Möglichkeit für Gespräche und natürlich ist das Ganze bewirtet. Nehmen wir alle an einem lauen Sommerabend Abschied von einem emotionalen Ankerpunkt unserer Kindheit und Jugend und einem markanten Gebäude im Zentrum unserer Stadt.

Text, Bild und Video: Hans Peter Müller-Angstenberger

Zusammen mit Jugendlichen aus Polen und der Ukraine hat Andrea Bilek erneut ein trilaterales Projekt in Kreisau (Krzyżowa) zum Thema „Menschenrechte und Zeitgeschichte“ voller neuen Erfahrungen für die Schüler*innen der Klassenstufe 10 ermöglicht – und das Ganze auf Englisch! In der Woche vom 11.05.-16.05.2026 lernten wir nicht nur viel Neues dazu, sondern schlossen auch neue Freundschaften. Zusammen mit Silvia Hüfner nahmen wir an einem unvergesslichen Austausch mit bleibenden Erinnerungen teil.

Nach einer 14-stündigen Nachtfahrt mit dem polnischen Flixbus (Sindbad) überzeugte uns die Unterkunft mit sauberen Zimmern, gemütlichen Betten, mit einem eigenen Bad sowie verschiedenen Zimmergrößen mit Einzel- und Stockbetten.

Das Gelände der Kreisau-Stiftung ist groß mit vielen verschiedenen Freizeitmöglichkeiten, die uns den Austausch mit den Schüler*innen sehr erleichterten. Auf einer großen Wiese und in der Turnhalle trafen wir uns und spielten Volleyball in jeder Pause, die wir zwischen unserem Programm hatten. Einen Abend lang haben wir am Lagerfeuer verbracht und verschiedene internationale Tänze aus den anderen Ländern, wie zum Beispiel „Belgijka“ gelernt, was uns noch mehr mit den Schüler*innen in Verbindung gebracht hat. Außerdem gab es die Möglichkeit sich im Gym oder am Fuß- und Basketballplatz auszupowern. Im Partykeller hat es uns sehr viel Spaß gemacht, weil man sowohl Billiard als auch Tischtennis spielen konnte. Als man abends zusammen in den Zimmern Karten gespielt hat, waren die Austauschschüler*innen sehr willkommen. So wurde die Gemeinschaft gestärkt und das Vertrauen größer. Das Essen war super, weil das Buffet sehr abwechslungsreich war und wir Vollpension hatten. Zudem zeigte uns eine Führung über das gesamte Gelände, wie aus dem alten Gutshof Neues geschaffen wurde.

Workshop und Ausstellung:

Das Wichtigste war aber, dass wir einen Einblick in die deutsch-polnische Versöhnung und ihre Geschichte bekamen. Auch die Ausstellung zum Zweiten Weltkrieg war interessant und hat viele zum Nachdenken gebracht. Das Zusammenführen von den verschiedenen Ländern wurde direkt am ersten Tag durch verschiedene Workshops möglich, da man sich durch kreative Aufgaben kennenlernt, verschiedene Sprachen hört und die jeweilige Kultur besser versteht. Themen wie Geschichte, Menschenrechte, Demokratie und Vorurteile haben wir dort in internationalen Gruppen bearbeitet und Präsentationen oder Plakate zusammen gestaltet um neue Sichtweisen zu entdecken.

Ein besonderes Highlight war unsre Tagesausflug nach Breslau (Wrocław), wo wir eine Führung durch die wunderschöne Altstadt bekamen, in der man Unmengen von kleinen Zwergen aus Bronze zu sehen bekam; die sogenannten Breslauer Zwerge sind ein schönes Zeichen für Demokratie und Freiheit und für alle Lebenslagen gibt es einen eigenen Zwerg. Natürlich haben wir alle den Prüfungszwerg an der Uni gestreichelt, da dieser Glück für das Bestehen des Abiturs bringt. Eine Stadtrallye in internationalen Kleingruppen hat uns geholfen, uns noch mehr zu integrieren – „Cześć“ war das geflügelte Wort bei der Begrüßung, das so viel heißt wie „Hallo“.

Impressionen aus Breslau:

Durch den tränenreichen Abschied der anderen Schüler*innen haben wir gemerkt, welche Verbindung wir mit den Menschen dort eigentlich hatten. Wir haben realisiert, dass der polnisch-ukrainisch-deutsche Austausch uns viele Erfahrungen für die Zukunft gelehrt hat und können dies nur empfehlen.

Das trilaterale Projekt in Krzyżowa ist mehr als nur eine Jugendbegegnung zwischen Polen, Ukrainern und Deutschen: Man lernt Kulturen, Meinungen und die Geschichte besser kennen, gleichzeitig erlebt man eine unvergessliche Zeit mit verschiedenen Menschen, tollen Erinnerungen und neuen Freundschaften.

Text: Lisa Butt

Fotos: Andrea Bilek, Silvia Hüfner

Der Altbau des Eugen-Bolz-Gymnasiums wird in den Sommerferien abgerissen. Der Altbau – ein Ort, in dem Generationen von Schülern fast 100 Jahre unterrichtet wurden: Was verbinden wir nicht alles mit diesem Gebäude: Erlebnisse, Begegnungen, Bilder, Gefühle, Gerüche, Wahrnehmungen, Erzählungen, Legenden – Bücherei, Sprachlabor, Tonstudio, Werkstatt, SMV-Raum, Klassenräume mit Säulen im Blickfeld und vieles mehr, je nach Generation: all das vereint an einem Ort, den es bald nur noch in unseren Erinnerungen geben wird. Aus diesem Anlass bieten wir zum Neckarfest am Samstag, den 27. Juni drei Führungen durch den Altbau; durch das Schulgebäude, das schon seit 1928 das Eugen-Bolz-Gymnasium bzw. seine Vorgängerinstitutionen beherbergt. Die Führungen finden um 13.00, 15.00 und 17.00 Uhr statt und dauern ca. eine Stunde. So bieten wir noch einmal die Gelegenheit, in die eigene schulische Vergangenheit einzutauchen und in dem Begehen der Räume die alte Schulzeit zum Leben zu erwecken. Eine Vorankündigung vorneweg: Am Freitag, den 10. Juli 2026 werden wir mit einer Finissage ab 18.00 Uhr feiernd mit Musik und Getränken vom Altbau Abschied nehmen. Hierzu sind alle, die sich diesem geschichtlichen Ort verbunden fühlen, eingeladen. Weitere Infos folgen.

Vom 11. Februar bis 25. März 2026 fand an unserer Schule das Börsenplanspiel Tradity zum ersten Mal statt. 120 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9 bis K1 nutzten die Gelegenheit, ihr wirtschaftliches Wissen zu erweitern und erste Erfahrungen im Handel mit Wertpapieren zu sammeln. Organisiert und begleitet wurde das Projekt von unseren Lokalkoordinatoren Maren Brobeil, Milla Hösch und Emma Weiss aus der K1. Ein besonderer Dank gilt unseren großzügigen Sponsoren: Hausarztpraxis Dr. med. Florian Weiss Auto Areal Rottenburg Bitzer Ergenzingen Kreissparkasse Tübingen Intersport Micki Sport Rottenburg Stadtwerke Rottenburg Dank ihrer Unterstützung konnten Preise und Sachgewinne im Gesamtwert von rund 800 Euro sowie zahlreiche Gutscheine und weitere Sachpreise vergeben und verlost werden. Besonders erfolgreich war Maximilian Albrecht aus der Klasse 11b: Er erreichte nicht nur den 1. Platz an unserer Schule, sondern belegte sogar den 1. Platz deutschlandweit. Für diese herausragende Leistung wurde er mit einem MacBook und einem zusätzlichen Preis an unserer Schule ausgezeichnet. Den 2. Platz an unserer Schule belegte Jaron Alexander Guhl! Den 3. Platz erreichte Rana Algül! Den 4. Platz erreichte Connor Wesely! Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich zu ihren Leistungen. Vielen Dank auch an alle Schüler und Schülerinnen, die mitgemacht haben! Außerdem bedanken wir uns bei Herr Jäger für die tolle Unterstützung und bei Herr Amon für die gute Leitung der Siegerehrung! Wir freuen uns bereits auf die nächste Runde im Jahr 2027!

Text und Bilder: Milla Hösch

Sommertheater 2026 in der Festhalle Rottenburg

Text: William Shakespeare

Musik: Ein Sommernachtstraum von Mendelssohn, Simon & Garfunkel, Traditionals, …

Eine Kooperation des Theaters GOBELIN, dem Vokalensemble des EBG und der Jungen Philharmonie Rottenburg unter Leitung von Pia Sartor und Albert Geiger

Regie und künstlerische Gesamtleitung: Janne Wagler/ Theater GOBELIN

Lehrerin am EBG 2011-2025

Letztes Jahr im Sommer haben wir am Eugen-Bolz-Gymnasium Martina Sprenger-Mage als Kollegin in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet, vorzeitig aufgrund ihrer schweren Krankheit. Wir sind sehr bestürzt und traurig, dass wir uns nun endgültig von ihr verabschieden mussten.

Wir alle hätten gerne noch viele Jahre teilgehabt am Leben von Martina. Umso wichtiger sind die Erinnerungen an sie. Wir sind dankbar für die Begegnungen und Erinnerungen, die wir mit Martina haben durften, wir vermissen sie als Kollegin, wir vermissen sie vor allem als Mensch.

(Auszug aus dem Nachruf von Schulleiter Dr. Andreas Greis)