Trotz einer anstrengenden Schulwoche nahmen 9 Schulsanis (drei waren leider erkrankt) am SSD-Nachmittag des Kreisverbands Tübingen teil, der am SMG stattfand. Etliche Stationen mit Notfällen und einem Quiz mussten absolviert werden. Die Verletzten wurden von Mitgliedern der OV Rottenburg und des JRK Tübingen gemimt – realitätsnah geschminkte Wunden inklusive. Stolz kamen die EBG-Schulsanis mit einem Zwischenstand an meiner Station vorbei: Dreimal volle Punktzahl! Was das wohl für das Ergebnis bedeuten mochte? Unter den insgesamt 120 Teilnehmenden waren viele gut ausgebildete Schulsanis und starke Teams dabei. Es blieb also spannend. Das Warten auf die Preisverleihung war lang. Bei insgesamt 12 Teams dauert das Auszählen so seine Zeit. Der erste Platz wurde zuerst aufgerufen – und schon bei der Nennung der Punktzahl waren sich die EBG-Sanis sicher: Wir haben den 1. Platz gemacht! So kommt der stattliche Wanderpokal für ein Jahr zu uns, und ein Lego-Krankenwagen wird ihm Gesellschaft leisten. Ganz herzlichen Glückwunsch – Ihr seid einfach klasse!
Text und Bild: Stefanie Schoor

Schulclowns sind professionell ausgebildete Clowns, die regelmäßig als „Schüler:in unter Schüler:innen“ im Schulalltag mit dabei sind. Sie gehören nicht zum Unterricht – und gerade deshalb öffnen sie besondere Räume.
Der Schulclown…
- ist Freund und Vertrauter an der Seite der Kinder und Jugendlichen.
- begegnet jedem Kind mit Herz, Humor und Respekt.
- bleibt bewusst „der Dumme“ – und zeigt so: Fehler machen ist erlaubt, man darf ausprobieren, scheitern und lachen.
- nutzt Spiel, Bewegung und Fantasie, um Spannungen zu lösen und schwierige Situationen zu entschärfen.
- gibt Emotionen einen Platz – Freude, Traurigkeit, Wut und Angst dürfen gezeigt werden.
- kann Tabus ansprechen, über die sonst kaum jemand spricht.
- stärkt darin, Mut zu fassen, Gemeinschaft zu erleben und eigene Stärken zu entdecken.
- baut Brücken zwischen Kinder– und Erwachsenenwelt, macht Unverstandenes sichtbar und gibt jedem eine Stimme.
- zeigt Wege zu Hilfsangeboten, wenn Unterstützung gebraucht wird.
- kommuniziert auf ganz unterschiedlichen Ebenen – mit Worten, mit Körpersprache, mit Blicken, mit Fantasie – und spricht so im übertragenen Sinn „jede Sprache“.
Clowns wirken in allen Altersstufen: Bei Kindern, die Geborgenheit und Leichtigkeit brauchen, ebenso wie bei Jugendlichen, die oft zwischen Kindsein und Erwachsenwerden schwanken. Gerade dort hilft der Clown, Druck zu nehmen, neue Perspektiven zu öffnen und einen sicheren Raum für Authentizität zu schaffen.
So wird Schule zu einem Ort, an dem nicht nur gelernt, sondern auch gelacht, gefühlt, verstanden und sich verbunden gefühlt werden darf.

Wer ist true!moments?
True!moments gUG ist eine gemeinnützige Organisation, die seit dem Schuljahr 2019/2020 die Schulclownerie in Deutschland ins Leben gerufen hat.
In Weil im Schönbuch startete damals die erste Schule mit einem Schulclown – und von dort aus hat sich die Idee Schritt für Schritt weiter verbreitet.
Heute begleiten unsere professionell ausgebildeten Clowns Kinder und Jugendliche an den unterschiedlichsten Schularten in Baden-Württemberg und darüber hinaus.
Unser Ziel: Schule zu einem Ort machen, an dem Kinder und Jugendliche nicht nur lernen, sondern auch lachen, fühlen und wachsen dürfen.
>>>Unterstützen Sie unsere Arbeit<<<
Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, freuen wir uns sehr über Ihre Spende.
Damit ermöglichen Sie, dass Schulclowns auch weiterhin Kinder und Jugendliche stärken, begleiten und ermutigen können.
Spendenkonto: truemoments gUG (haftungsbeschränkt)
IBAN: DE39 6006 9378 0050 7390 00
BIC: GENODES1DEH
Verwendungszweck: „Schulclowns“
Volksbank Dettenhausen

Im Schuljahr 2024/25 haben wir ein neues Ausbildungsformat getestet: In einem Kompaktkurs von Freitag auf Samstag mit Schulhausübernachtung haben die angehenden Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter eine Erste-Hilfe-Ausbildung absolviert. Die bisherigen Schulsanis übernahmen dabei unter der Aufsicht von Frau Schoor einzelne Einheiten und gestalteten realitätsnahe Übungen. Frau Linsenbolz sorgte mit einem Küchenteam für das leibliche Wohl, damit alle das volle Programm durchhalten konnten. In den Pausen und am Abend war Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen. Nach der abschließenden Prüfung wurden elf neue Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter zertifiziert und dürfen nächstes Schuljahr Dienste übernehmen.
Vielen Dank an alle Helfer, willkommen im Team und toitoitoi für die ersten Einsätze am EBG!
Text und Bild: Stefanie Schoor

Wieder geleitet von Andrea Bilek und unterstützt von Dr. Andreas Greis reisten am 25. Mai 2025 16 Schüler der Klassenstufe 10 mit dem Bus nach Polen – Kreisau (Krzyżowa) in Niederschlesien. Die Schüler aus Lubasz, Rottenburg und Lviv kamen zusammen, um am Projekt „Drawing from History – shaping the future of the world“ (Aus der Geschichte schöpfen – und die Zukunft der Welt gestalten) teilzunehmen.
Unsere deutsche Gruppe bestand aus 18 Personen mit LehrerInnen und kam am Montagmorgen um 7 Uhr in dem Landgut Kreisau an. Nach der langen Fahrt hatten wir erst einmal frei, um uns auszuruhen, das Zimmer und Haus zu erkunden. Die Zimmer, die wir bezogen, waren überraschend großräumig, schön und mit bequemen Betten und einem eigenen Bad pro Zimmer jeweils eingerichtet. Um 8 Uhr gab es für die deutsche Gruppe bereits ein reichhaltiges Frühstück. Um 12 Uhr gab es dann Mittagessen, bei dem nun auch die polnische Gruppe anwesend war, dann schließlich traf auch die Gruppe aus der Ukraine ein. Vor dem Abendessen kamen wir in der äußerst schönen, geräumigen Turnhalle neben der Jugendherberge zusammen, um eine kurze Vorstellungsrunde abzuhalten, die geleitet wurde von Anna Huminiak und den zwei Bufdis, die uns auch die folgenden Tage anleiten würden. Während unseres Aufenthaltes begleitete uns auch die Hündin Frieda, das Haustier der Leitung. In der Turnhalle war ein Volleyballnetz aufgebaut, das von den Gruppen sofort begeistert benutzt wurde. So kam es bereits am ersten Abend zu einem Volleyballspiel zwischen den Nationen. Beim sehr guten Abendessen als Buffet folgte ein weiterer Austausch und Kennenlernen auf Englisch.
Am nächsten Morgen kamen wir nach dem Frühstück – wieder ein Buffet – um halb zehn zusammen, um uns weiter kennenzulernen und den Plan für die folgenden Tage zu erfahren. Wir spielten „would you rather…“ (würdest du eher…) und diskutierten über unsere Entscheidungen, wobei wir auf Verständnis und Argumentation achteten, um eine offene Atmosphäre vorzuleben. Das war super interessant.
Noch vor dem Mittagessen begannen wir dann mit Teambuilding in zwei gemischten Gruppen. Die Nationen waren gleichmäßig verteilt. Dabei spielten wir ein kleines Spiel, bei dem wir einen imaginären See mit der Gruppe überqueren mussten, ohne ihn zu berühren. Das Spiel hat erstaunlich viel Spaß gemacht und zu guten Konversationen zwischen den Schülern geführt. Beim anschließenden Mittagessen mischten sich die Gruppen ebenso und aßen zusammen, während sie sich austauschten.
Am Nachmittag bekamen wir eine Führung durch das Anwesen „Pałac rodziny von Moltke w Krzyżowej“ und die nahe Ausstellung „Mut und Versöhnung“ von einem der freiwilligen Mitarbeiter in der jeweiligen Muttersprache.
Am Dienstagabend waren dann die Präsentationen der jeweiligen Nationen dran, wobei jede Schule jeweils ihr Land ihre Schule und ihre Heimat vorstellte.
Den Mittwoch unternahmen wir einen Ausflug nach Breslau (Wrocław), wo wir bei einer kurzen Stadt Rallye in 6er Gruppen (2 von jeder Nation) verschiedene Sehenswürdigkeiten im Umkreis erkundeten. Danach hatten wir Zeit, die schöne Stadt erst in kleinen Gruppen unserer Wahl und dann bei einer sehr schönen Stadtführung zu erleben. Während unseres Aufenthaltes fand ein Fußballspiel in Breslau statt, welches die eh schon belebte, saubere Stadt noch lebendiger erscheinen ließ. Bei der Stadtführung, geleitet von einer Einheimischen namens Renata Bardzik-Milosz, wurde uns die herausragende Altstadt mit ihren traumhaften Kirchen und Gebäuden gezeigt sowie dem quirligen Studentenviertel. Besonders einprägsam waren die aus Bronze gegossenen Zwerge, die in verschiedenen Ausführungen überall in der Stadt zu finden waren. Schließlich hatten wir noch etwas Zeit, um die Stadt allein zu erkunden und Souvenirs für unsere Familien zu kaufen – in den wirklich schönen Einkaufszentren der Stadt.
Donnerstag sowie Freitag arbeiteten wir in gleich zwei sehr interessanten und interaktiven Workshops, einmal zum Thema „Interkulturelle Bildung“ und „Geschichte und Erinnerungskultur“ am Donnerstag und am Freitag zu „Demokratie und Menschenrechte“ und „Vielfalt, Stereotypen und Diskriminierung“. Bei den Workshops gab es immer großzügige Pausen zwischendurch sowie interaktive Gruppenaufgaben, bei denen wir an der frischen Luft Aufgaben in 3er Konstellationen lösen durften.
Während unserer Freizeit haben einige von uns ebenfalls Just-Dance-Abende und kleine Treffen, um zum Beispiel Fußball zu schauen oder Volleyball zu spielen, organisiert. Die Anlage bot außerdem ein kleines Gym und eine Ausstellung in labyrinthischer Form zum Zweiten Weltkrieg an.
Am Freitagabend veranstalten wir ein Abschluss-Lagerfeuer, bei dem wir Würste und Marshmallows überm Feuer rösteten und einen einfachen polnischen Tanz in Gruppen tanzten. Danach feierten wir ebenfalls noch eine unvergessliche Party, bei der sich alle amüsieren konnten und die definitiv das Highlight unseres Aufenthaltes war.
Viele waren am nächsten Morgen beim Abschied traurig, da wir von den anderen Nationen nicht nur viel gelernt hatten, sondern auch mit ihnen Freundschaft geschlossen hatten. Wir empfehlen als Gruppe den Austausch weiter und freuen uns auf weitere solcher kommenden Projekte.
Am trilateralen Projekt in Kreisau (Niederschlesien/Polen) nahmen folgende Schulen teil:
Ukraine: Academia Lviv
Polen: Edukacja Lubasz
Deutschland: Eugen-Bolz-Gymnasium Rottenburg
Text: Lara Zimmermann, Klasse 10














Nora Braun und Marlene Ströbel aus Klasse 11 wurden für ihren kreativen Beitrag zum bundesweiten Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ausgezeichnet. Ihr liebevoll gestaltetes Playmobil-Erklärvideo über die historische Grenze zwischen Rottenburg und Tübingen überzeugte die Jury – sie erhielten einen mit 200 Euro dotierten Förderpreis.
Warum unterscheiden sich zwei Nachbarstädte wie Rottenburg und Tübingen – obwohl sie nur wenige Kilometer voneinander entfernt liegen – in Geschichte, Religion und Kultur so deutlich? Dieser Frage gingen Nora Braun und Marlene Ströbel in ihrem Wettbewerbsbeitrag mit dem Titel „Vorderösterreich und Württemberg – Warum sind Rottenburg und Tübingen so unterschiedlich?“ nach.
Ihre Antwort: Die historischen Landesgrenzen haben bis heute spürbare Auswirkungen. Rottenburg gehörte bis ins frühe 19. Jahrhundert zu Vorderösterreich, blieb katholisch geprägt und pflegt bis heute Traditionen wie die Fasnet. Tübingen hingegen war Teil des protestantischen Württembergs und die Fasnet wird dort mittlerweile auch zelebriert – aber eben erst seit 30 Jahren.
Besonders originell: Die Schülerinnen verarbeiteten ihre Forschungsergebnisse in einem Erklärvideo – mit Playmobil-Figuren, selbst geschriebenen Texten und historischen Fotohintergründen. „Unser ursprünglicher Plan war es gewesen, einen Podcast aufzunehmen“, schreiben sie in ihrem Arbeitsbericht. „Aber wir merkten schnell, dass das nicht die beste Idee war. So entschieden wir uns, Playmobil-Figuren zu benutzen, um die Personen und Ereignisse zu verkörpern.“ Selbst kleine „Avatare“, die den Autorinnen ähneln, wurden gefunden.
Das Ergebnis: ein informatives und gleichzeitig unterhaltsames Video, das nicht nur inhaltlich überzeugt, sondern auch durch Kreativität und Liebe zum Detail beeindruckt. Die Jury des Geschichtswettbewerbs zeigte sich begeistert – und belohnte den Beitrag mit einem Förderpreis. Die feierliche Landespreisverleihung findet im Juli im Neuen Schloss in Stuttgart statt.
Vom Wettbewerb erfahren haben sie durch ihren Geschichtslehrer Daniel Binanzer, mit dem sie in der Themenfindungsphase das Stadtarchiv Rottenburg besuchten. So entstand im Gespräch mit Archivar Peter Ehrmann die Idee, sich mit der österreichischen Tradition der Stadt auseinanderzusetzen: „Dass Rottenburg, obwohl es heute ziemlich in der Mitte von Baden-Württemberg gelegen ist, fast 400 Jahre zu Österreich gehört hatte, wussten wir nicht.“ Mit ihrem Projekt zeigen Marlene und Nora eindrücklich, wie stark die Geschichte unsere Gegenwart prägt.
Text: Daniel Binanzer

Marlene und Nora







