Bericht zur Jugendkonferenz am 20.01.26

Mitbestimmung beginnt hier: Jugendliche fordern Veränderungen

Am Dienstag, den 20.01.26, fand in der Zehntscheuer in Rottenburg die erste Jugendkonferenz des Eugen-Bolz-Gymnasiums statt. Die Jugendkonferenzen sind durch den Landesjugendbeirat ins Leben gerufene und durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport angebotene Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler, bei denen sie ihre Forderungen für Schule, Kommune und Land diskutieren und formulieren können. Diese Forderungen werden anschließend aktiv von Verantwortlichen dieser drei Bereiche wahrgenommen und an der Landesjugendkonferenz mit Vertreterinnen und Vertretern der Jugendkonferenzen und Landespolitikerinnen und -politiker weiterbearbeitet. Die Jugendkonferenz des EBGs wurde durch dessen SMV organisiert und mit rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ab Klasse 9 erfolgreich durchgeführt.

Start war um 8:30 Uhr mit einem Grußwort des Schulleiters Dr. Andreas Greis sowie der Bürgermeisterin für Finanzen und Bildung Frau Manuela Beck und anschließenden Grußvideos des Landesjugendbeirates. Durch das Programm führten zwei Kursstufenschüler als Moderatoren. Zusätzliche Unterstützung gab es bei den Gesprächsrunden durch Moderation an den Tischen der verschiedenen Themen, ebenfalls aus der Schülerschaft. Während im Speed-Café, einer Schnellbeteiligungsrunde, für jedes Thema nur erste Anregungen gesammelt wurden, wurde nach einer kurzen Pause mit Getränken und Snacks für alle im Deep-Café, den Vertiefungsrunden, fleißig an konkreten Belangen und Forderungen gearbeitet.

Abschließend wurden die Ergebnisse der zehn bearbeiteten Thementische Jugendbeteiligung; Demokratie und Staat; Politik; Wirtschaft, Arbeit und Beruf; Digitalisierung und KI; Schule und Bildung; Sicherheit und Frieden; Engagement für Klima und Nachhaltigkeit; gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land sowie mentale Gesundheit vorgetragen. Unter anderem kamen folgende Forderungen zustande: An der eigenen Schule wurde sich neben einer intensiveren Auseinandersetzung mit Parteien und ihren Wahlprogrammen sowie eine erneute Durchführung der Juniorwahlen auch ein ruhiger Rückzugsraum für Schülerinnen und Schüler gewünscht. An die Stadt Rottenburg wurde der Wunsch nach öffentlichen Diskussionsveranstaltungen mit verschiedenen Positionen gerichtet, ausgerichtet speziell für Jugendliche, sowie das Ausbauen von Anlaufstellen und ihre Zugänglichkeit für mentale Gesundheit. An das Land gingen u.a. die zentralen Forderungen nach mehr Praktika während der Schullaufbahn sowie ein besser ausgebauter ÖPNV, insbesondere im ländlichen Raum.

Text: Lea Maier, 11b